Junger Wellensittich im Nistkasten – Wellensittiche züchten und aufziehen

Wellensittiche selber züchten – Schritt-für-Schritt-Anleitung für erfolgreiche Zucht

Wellensittiche selbst zu züchten ist mehr als nur ein spannendes Hobby: Es bedeutet Verantwortung, Planung und Wissen. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung erfährst du, wie du gesunde Zuchtpaare auswählst, optimale Brutbedingungen schaffst und die Küken erfolgreich großziehst. Zusätzlich erfährst du, wie du häufige Fehler vermeidest und erhältst wertvolle Tipps für Einsteiger.

Träumst du davon, kleine, flauschige Küken vom ersten Tag an aufwachsen zu sehen? Wenn du Wellensittiche züchten möchtest, stehst du vor einer der faszinierendsten Aufgaben der Vogelhaltung. Doch bevor das erste Ei im Nistkasten liegt, gibt es viel zu tun.

Die Wellensittichzucht erfordert nicht nur Leidenschaft, sondern vor allem fundiertes Fachwissen, viel Geduld und eine lückenlose Vorbereitung. Ein unüberlegter Start kann die Gesundheit der Elterntiere und der Küken massiv gefährden.

In diesem umfassenden Leitfaden erfährst du Schritt für Schritt, wie du dich optimal auf die Zucht vorbereitest. Von der Schaffung der idealen Zuchtvoraussetzungen über den Paarungsakt bis hin zur erfolgreichen Brut & Aufzucht der Jungvögel. Lies weiter und lerne, wie du typische Anfängerfehler von Beginn an vermeidest.

Warum möchtest du Wellensittiche züchten?

Bevor du Nistkästen aufhängst, solltest du deine eigene Motivation kritisch hinterfragen. Die Zucht von Lebewesen ist niemals nur ein „Experiment“, sondern eine langfristige Verpflichtung. Möchtest du dein Wissen als Halter vertiefen, deinen Schwarm mit eigenen Nachzuchten vergrößern oder gezielt gesunde Jungtiere an liebevolle Hände weitergeben?

Jede dieser Entscheidungen bringt völlig unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Platz, Zeit und finanzielle Mittel mit sich. Wichtig ist: Tierschutz und das absolute Wohl der Tiere müssen immer an erster Stelle stehen.

Züchte niemals, nur weil es „süß“ ist, Küken zu haben. Überlege dir im Vorfeld, ob du genug Platz für den Nachwuchs hast, falls du keine geeigneten Abnehmer findest. Die Verantwortung für ein Vogelleben dauert oft 10 bis 15 Jahre an.

Brauche ich eine Genehmigung zum Züchten von Wellensittichen?

Eine der häufigsten Fragen von Anfängern betrifft die rechtliche Seite. Für die reine Hobbyzucht von Wellensittichen ist in Deutschland heute in der Regel keine Zuchtgenehmigung mehr erforderlich. Das Psittakose-Gesetz, das früher strenge Auflagen diktierte, wurde aufgehoben.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es einen rechtsfreien Raum gibt. Eine Ausnahme gilt für bestimmte geschützte Papageienarten oder sobald du die Zucht gewerblich betreibst. Hier greifen weiterhin die strengen Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes sowie das Tierschutzgesetz.

Auch als Hobbyzüchter bist du an § 2 des Tierschutzgesetzes gebunden. Wie das Tierschutzgesetz (TierSchG) unmissverständlich vorschreibt, musst du sicherstellen, dass du über das nötige Fachwissen verfügst, um die Tiere artgerecht zu ernähren, zu pflegen und verhaltensgerecht unterzubringen.

Wellensittiche züchten: zwei frisch geschlüpfte Küken

Die wichtigsten Zuchtvoraussetzungen für den Start

Um Wellensittiche züchten zu können, reicht es nicht aus, einfach ein Männchen und ein Weibchen zusammenzusetzen. Die richtigen Zuchtvoraussetzungen sind der Garant für eine stressfreie und gesunde Brut. Bevor du loslegst, müssen folgende Parameter zu 100 % erfüllt sein:

  • Exzellente Gesundheit: Beide Wellensittiche müssen absolut gesund, parasitenfrei und in bester körperlicher Verfassung sein. Ein Check-up beim Tierarzt ist Pflicht.
  • Harmonie im Paar: Nur ein wirklich harmonierendes Zuchtpaar, das sich liebevoll krault und füttert, sorgt für eine reibungslose Brut.
  • Geeigneter Käfig: Der Zuchtkäfig muss geräumig, sicher und mit einer stabilen Anbringungsmöglichkeit für einen passenden Nistkasten ausgestattet sein.
  • Optimale Zuchtzeit: Der Frühling ist aufgrund der Lichtverhältnisse ideal. Achte stets auf konstante Temperaturen und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50–70 %.
  • Ausreichend Platz: Bedenke, dass aus zwei Vögeln schnell acht werden können. Hast du genug Volierenplatz für die flügge werdenden Jungtiere?

🚑 Die Zucht-Notfall-Box: Hast du alles bereit?

Bevor du den Nistkasten überhaupt aufhängst, müssen diese Dinge griffbereit sein. Wenn ein Notfall in der Wellensittichzucht eintritt (z. B. wenn die Eltern plötzlich nicht mehr füttern), zählt wirklich jede Minute. Lade dir für solche Fälle am besten vorab den ausführlichen Handaufzucht-Leitfaden (PDF) herunter.

  • Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel: Im Vorfeld kaufen, um Mangelerscheinungen schnell ausgleichen zu können.
  • Handaufzuchtfutter: (z. B. NutriBird A21/A19) – Haltbarkeit unbedingt vorher prüfen!
  • Futterspritzen/Löffel: Spezialwerkzeug zum millimetergenauen Füttern der sensiblen Küken.
  • Wärmequelle: Ein Dunkelstrahler, Inkubator oder eine Rotlichtlampe (Temperatur muss steuerbar sein).
  • Telefonnummern: Vogelkundiger Tierarzt (inklusive Notdienst-Nummer für das Wochenende).
  • Traubenzucker & Kochsalzlösung: Als schnelle Erste-Hilfe bei plötzlicher Schwäche der Henne (Legenot).
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Ernährung der Zuchtvögel: Powerfood für die Brut

Die körperliche Belastung für die Altvögel während der Eiablage und der Aufzucht ist enorm. Etwa vier Wochen vor dem Anbringen des Nistkastens muss die Fütterung gezielt umgestellt werden. Ziel ist es, die Tiere optimal auf die kräftezehrende Phase der Brut & Aufzucht vorzubereiten.

Eine einfache Körnermischung reicht jetzt keinesfalls mehr aus. Die Vögel benötigen eine nährstoffreiche, proteinhaltige und vitaminreiche Kost, um gesunde Eier zu produzieren und später die Küken mit hochwertigem Kropfschleim zu füttern.

  • Keimfutter: Es ist das ultimative Superfood in der Wellensittichzucht. Es liefert hochkonzentrierte Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe.
  • Eifutter: Dieses Spezialfutter versorgt die Vögel mit lebenswichtigen tierischen Proteinen und extrem viel Energie.
  • Mineralien & Kalzium: Eine extra Portion Kalzium (über Sepiaschalen oder Grit) ist essenziell für eine stabile Eierschalenbildung und verhindert die gefährliche Legenot.
  • Keine Obstgabe: Während der kritischen Phase der Aufzucht sollte strikt auf Obst verzichtet werden, da der Fruchtzucker die Bildung von gefährlichen Hefepilzen im Kropf der Küken stark begünstigt.

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Wichtige Tipps zum Züchten für Anfänger

Jeder erfahrene Züchter hat einmal klein angefangen. Der Schlüssel zu einer ethischen und erfolgreichen Wellensittichzucht liegt in der kontinuierlichen Weiterbildung. Vermeide es, blindlings in das Abenteuer zu starten.

  • Umfassend informieren: Tausche dich mit Profis aus – zum Beispiel beim renommierten AZ-Vogelzuchtverein.
  • Klein anfangen: Starte als Anfänger mit maximal einem Zuchtpaar, um stressfrei erste Erfahrungen zu sammeln und nicht überfordert zu werden.
  • Geduld beweisen: Nicht jede Brut ist sofort ein Erfolg. Unbefruchtete Eier oder unerfahrene Eltern sind beim ersten Versuch völlig normal.
  • Zuchtbuch führen: Dokumentiere jede Brut akribisch. So behältst du den Überblick über Genetik, Verwandtschaftsgrade und Zuchterfolge.

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Wellensittichzucht vorbereiten: Auswahl & Bedingungen

Die Vorbereitungsphase ist das Fundament deiner Zucht. Besonders wichtig sind die gezielte Auswahl des Zuchtpaares, perfekte Rahmenbedingungen und ein absolut stressfreies Umfeld. Nur wenn all diese Faktoren nahtlos ineinandergreifen, kann eine verantwortungsvolle Nachzucht gelingen.

Überlasse hier nichts dem Zufall. Eine schlechte Vorbereitung führt oft zu abgebrochenen Bruten, aggressiven Altvögeln oder gesundheitlichen Problemen bei den Jungtieren.

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Die perfekte Auswahl des Zuchtpaares

Der Grundstein jeder erfolgreichen Zucht ist ein hochgradig harmonierendes, fittes Paar. Man kann Wellensittiche nicht zur Liebe zwingen – nicht jedes Männchen passt automatisch zu jeder Henne. Es braucht echte Sympathie, um die kräftezehrende Brutzeit gemeinsam zu meistern.

Wenn du das Paar auswählst, solltest du die Tiere genau beobachten. Folgende Punkte sind dabei strikt zu beachten:

  • Verhalten & Harmonie: Das Paar sollte sich schon lange vor der Brutzeit bestens verstehen. Zeichen von Zuneigung wie intensives, gegenseitiges Gefiederkraulen, ständiges Schnäbeln oder gemeinsames Fressen sind optimale Vorzeichen. Ständiges Jagen, Wegbeißen vom Fressnapf oder Verdrängen sind hingegen absolute rote Flaggen.
  • Gesundheit & Fitness: Eine gründliche tierärztliche Untersuchung durch einen vogelkundigen Tierarzt ist vor dem Ansetzen zur Zucht extrem sinnvoll. Fachleute und vogelmedizinische Universitätskliniken (wie die LMU München) warnen regelmäßig davor, dass verborgene Krankheiten wie Macrorhabdiose (Megabakterien) in der Stressphase ausbrechen und das Leben der Küken akut gefährden können.
  • Die richtige Genetik: Wenn du gezielt auf spezielle Farbschläge züchtest, musst du dich mit der komplexen Vererbungslehre auskennen. Achte penibel auf genetische Vielfalt, um Inzucht und damit verbundene Gendefekte konsequent zu vermeiden.

Wellensittiche erreichen ihre Geschlechtsreife zwar bereits im zarten Alter von etwa sechs Monaten. Für eine stabile und physisch sichere Brut ist es jedoch zwingend erforderlich, mit der Zucht bis zum vollendeten ersten Lebensjahr zu warten.

Zu junge Vögel sind körperlich und mental häufig noch nicht vollständig entwickelt. Eine zu frühe Zucht erhöht das Risiko für tödliche Komplikationen wie die Legenot bei der Henne drastisch.

Mehr zum Thema Brutverhalten:
👉 Brütig – Anzeichen und Verhalten bei Wellensittichen

Ideale Brutbedingungen schaffen

Selbst das liebevollste Zuchtpaar wird scheitern, wenn die Umgebung nicht den natürlichen Bedürfnissen entspricht. Wellensittiche sind in der Brutzeit extrem sensibel. Sie reagieren auf kleinste Störungen, abrupte Temperaturschwankungen oder schlechtes Raumklima schnell mit starkem Stress.

Wellensittich inspiziert Nistkasten – optimale Brutbedingungen in der Wellensittichzucht

Diese Faktoren sind für eine erfolgreiche Brutumgebung entscheidend:

  • Konstante Raumtemperatur: Ideal sind gleichbleibende Werte zwischen 20–24 °C. Vermeide um jeden Preis kühle Zugluft, pralle direkte Sonneneinstrahlung auf den Käfig und starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht.
  • Optimale Luftfeuchtigkeit: Eine Luftfeuchte zwischen 50 und 70 % ist für die Eientwicklung essenziell. Bei zu trockener Heizungsluft steigt das Risiko extrem, dass die Eier innerlich austrocknen oder die Embryonen beim Schlupf an der Schale festkleben. Luftbefeuchter sind hier eine große Hilfe.
  • Absolut ruhiger Standort: Der Zuchtkäfig muss an einem sehr ruhigen Ort stehen. Fernab von lauten Fernsehern, spielenden Kindern, Haustieren oder starkem Durchgangsverkehr. Dauerhafte Unruhe zwingt die Henne oft dazu, das Nest aufzugeben.
  • Sichere Nistgelegenheit: Ein artgerechter Nistkasten für Wellensittiche ist unerlässlich. Er sollte querformatig sein, eine tiefe Nistmulde aufweisen, auslaufsicher befestigt und für den Züchter leicht zu kontrollieren sein.
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Profi-Tipp: Gib dem Wellensittichpaar ausreichend Zeit, sich mental an den Nistkasten zu gewöhnen. Oft inspizieren sie ihn tagelang von außen und knabbern am Einflugloch, bevor die Henne in echte Brutstimmung verfällt und das Nest annimmt.

Der Paarungsakt & die faszinierende Balz

Bevor es an die Eiablage geht, leitet die ausgiebige Balz die heiße Phase ein. Der Paarungsakt ist der entscheidende Höhepunkt dieses Rituals. Meist übernimmt das Männchen die aktive Rolle, um die Henne von seinen Qualitäten als Vater zu überzeugen.

Das Männchen singt lautstark, plustert das Kopfgefieder auf, tänzelt auf der Stange hin und her, tippt mit dem Schnabel gegen Äste und bietet der Henne immer wieder hochgewürgtes Futter an. Dieses Füttern ist ein enorm wichtiger Vertrauensbeweis.

Nimmt die Henne das angebotene Futter an und duckt sich flach auf die Sitzstange (oft verbunden mit einem leisen Zwitschern), signalisiert sie ihre Paarungsbereitschaft. Es kommt zum Paarungsakt, bei dem das Männchen für wenige Sekunden auf den Rücken der Henne steigt.

Dieser Paarungsakt kann in der Vorbrutphase mehrmals täglich stattfinden. Er ist das zuverlässigste Zeichen dafür, dass das erste Ei nicht mehr lange auf sich warten lässt. Wichtig: Störe das Paar in diesen intimen Momenten auf keinen Fall durch schnelle Bewegungen am Käfig.

Produkttipp: Der richtige Brutkasten ist jetzt ein absolutes Muss: Wellensittich-Nistkasten aus Naturholz* – dieser ist artgerecht gestaltet, robust gegen Knabberattacken und lässt sich für die Nistkastenkontrolle leicht öffnen.

Brutverlauf bei Wellensittichen: Von der Eiablage bis zum Ausfliegen

Wenn die Zuchtvoraussetzungen optimal erfüllt sind und sich das Paar erfolgreich gepaart hat, beginnt das eigentliche Wunder der Natur. Die Phase der Brut & Aufzucht verlangt vom Züchter viel Taktgefühl und einen extrem wachen Blick.

Vom winzigen ersten Ei bis zum mutigen ersten Flug der Jungvögel hat jeder Entwicklungsschritt ein sehr sensibles Zeitfenster. Wer diesen biologischen Ablauf genau kennt, kann bei potenziellen Komplikationen sofort eingreifen und Schlimmeres verhindern.

Eiablage – Der Startschuss der Brut

Nach einem erfolgreichen Paarungsakt dauert es in der Regel nur wenige Tage (ca. 7 bis 10 Tage), bis die Henne das erste Ei legt. Ein durchschnittliches Gelege besteht bei Wellensittichen aus drei bis sechs Eiern. Diese werden jedoch nicht alle auf einmal gelegt.

Die Henne produziert und legt die Eier in einem Rhythmus von etwa 24 bis 48 Stunden. Du wirst feststellen, dass sie in dieser Zeit deutlich mehr Kalkabrieb (Sepiaschale) zu sich nimmt und der Kot voluminöser wird (der sogenannte „Brutkot“).

Wellensittich Ei neben einer Ein-Euro-Münze – Größenvergleich zur Eiablage in der Zucht

Die Eier werden bereits im Körper der Henne durch den vorangegangenen Paarungsakt befruchtet. Das Männchen darf den Nistkasten oft nicht betreten, bewacht aber stolz den Eingang und beginnt, die Henne durch das Einflugloch liebevoll mit vorverdautem Futter zu versorgen.

Brut & Aufzucht: Zwischen Warten und Wachen

Mit der Ablage der Eier beginnt das große Warten. Die Henne verbringt nun fast den gesamten Tag und die Nacht tief im dunklen Nistkasten. Einige Hennen beginnen sofort nach dem ersten Ei fest zu brüten, andere warten, bis das zweite oder dritte Ei gelegt ist.

Dieses unterschiedliche Verhalten hat zur Folge, dass auch die Küken später zeitversetzt schlüpfen – es entstehen teils enorme Größenunterschiede innerhalb eines Geleges. Die reine Brutzeit beträgt bei Wellensittichen exakt 18 bis 21 Tage pro Ei.

Während dieser Phase muss die Henne das Gelege durch ihren Brutfleck konstant auf Temperatur halten (das sogenannte „Hudern“). Das Männchen ist nun der alleinige Ernährer der Familie und übergibt die Nahrung an den Eingang des Kastens.

Mehr zum faszinierenden Verhalten in dieser hochsensiblen Phase findest du in unserem Detail-Beitrag „Verhalten & Körpersprache“.

Schlupf der Jungtiere – Neues Leben erwacht

Da die Ablage im Zwei-Tages-Rhythmus stattfand, schlüpfen nun auch die Küken nacheinander. Der bevorstehende Schlupf kündigt sich oft durch ein extrem leises, hohes Piepen direkt aus dem Inneren des Eies an.

Das Küken nutzt seinen „Eizahn“ auf dem Schnabel, um die harte Schale von innen ringförmig aufzubrechen. Dieser Kraftakt kann mehrere Stunden dauern. Direkt nach dem Schlupf sind die kleinen Wellensittiche völlig blind, nackt, leuchtend rosa und können ihren schweren Kopf noch nicht selbstständig heben.

Die Mutter wärmt die wehrlosen Neugeborenen nun nahezu pausenlos. Die ersten Mahlzeiten bestehen aus der extrem nahrhaften sogenannten „Vogelmilch“, einem speziellen Drüsensekret aus dem Kropf der Henne. In dieser Zeit ist ein absolut unbegrenzter Zugang zu frischem Eifutter, Aufzuchtfutter und Keimfutter für die Eltern überlebenswichtig.

Wachstum & Entwicklung – Meilensteine im Nistkasten

Die Entwicklung der Küken im Nistkasten vollzieht sich in atemberaubendem Tempo. Bereits nach etwa sieben bis acht Tagen öffnen die Kleinen erstmals ihre dunklen Augen. Gleichzeitig beginnen die ersten spitzen Federkiele durch die zarte Haut zu stoßen.

Die Beweglichkeit und Lautstärke im Nistkasten nehmen täglich zu. Der Züchter muss nun regelmäßig (mindestens einmal täglich) eine kurze, behutsame Nistkastenkontrolle durchführen, um verschmutzte Einstreu zu wechseln und tote oder kranke Küken sofort zu erkennen.

Zwei frisch geschlüpfte Wellensittichküken neben befruchteten Eiern im Nistkasten

Zwischen der dritten und vierten Lebenswoche sind die Küken bereits vollständig befiedert. Sie fangen an, aktiv durch den Kasten zu laufen, trainieren wild flatternd ihre Flügelmuskulatur und schauen oft schon neugierig aus dem Einflugloch hinaus.

Achtung bei Koloniebrut: Wenn du mehrere Zuchtpaare in einer großen Voliere brüten lässt, kann es in dieser Phase zu gefährlichem Revierverhalten kommen. Fremde Hennen könnten versuchen, Nistkästen zu erobern. Der Artikel Gefahrenquellen für Wellensittiche liefert wichtige Hinweise zur Absicherung.

📅 Der Wellensittich-Zucht-Zeitplan im Überblick

Vom Legen des allerersten Eies bis zum selbstständigen Jungvogel – dieser übersichtliche Zeitplan hilft dir dabei, die rasante Entwicklung deiner Küken genau zu überwachen und zum richtigen Zeitpunkt einzugreifen.

Tag / Phase Entwicklungsschritt To-Do für den Züchter
Tag 0 Erstes Ei wird gelegt Datum exakt notieren, Ruhe bewahren.
Tag 18–21 Schlupf des 1. Kükens Kurze Nistkastenkontrolle (leere Schalenreste entfernen).
Tag 7–9 Augen öffnen sich, erste Federkiele sprießen Ggf. beringen (nur bei geschlossenen Ringen möglich).
Tag 12–14 Dichtes Daunengefieder wächst Tägliche Sichtkontrolle (Ist der Kropf prall gefüllt?).
Tag 21 Voll befiedert (Ausnahme: unter den Flügeln) Nistkasten-Hygiene drastisch erhöhen (viel Kot entfernen!).
Tag 28–30 Erste mutige Ausflugsversuche Käfig bodennah absturzsicher machen (weiche Polsterung).
Tag 35–42 Futterfest & komplett selbstständig Genau beobachten: Fressen sie wirklich selbstständig Körner?

Ausfliegen – Der große Sprung in die Freiheit

Das erste Verlassen des Nistkastens ist ein aufregender Moment. Meist wagen die Jungvögel zwischen dem 28. und 35. Lebenstag den ersten Sprung nach draußen. Anfangs sind sie noch sehr ungeschickt, flattern oft auf den Volierenboden und klettern mühsam am Gitter wieder empor.

Die fürsorglichen Eltern, vor allem das Männchen, füttern die Jungtiere außerhalb des Kastens zuverlässig weiter. Dies geschieht so lange, bis die Kleinen gelernt haben, Spelzen selbst zu knacken und vollkommen futterfest sind.

In dieser Phase ist eine absolut gefahrenfreie Umgebung Pflicht. Entferne tiefe Wassernäpfe (Ertrinkungsgefahr) und sorge für tiefliegende Sitzstangen. Gleichzeitig lernen die flüggen Wellensittiche nun das essenzielle Sozialverhalten im Schwarm – von der Gefiederpflege bis zur Lautsprache.

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Für alle Halter, die noch tiefer in die Materie eintauchen möchten: Das Fachbuch „Die Wellensittichzucht – Erfolgreiche Aufzucht von Küken“* bietet dir exzellente medizinische Hintergründe und noch mehr praktische Tipps aus der Profiliga.

Zuchtfehler in der Wellensittichzucht vermeiden – Tipps & Lösungen

Trotz bester Zuchtvoraussetzungen und intensiver Vorbereitung kann es bei der Wellensittichzucht zu schwerwiegenden Problemen kommen. Fehler bei der Fütterung, unerkannte Krankheiten oder Stressfaktoren enden oft tödlich für die Küken. Wer die klassischen Zuchtfehler kennt, kann proaktiv eingreifen.

1. Aggressive fremde Henne zerstört das Gelege

Besonders bei der Koloniebrut in großen Volieren kommt es häufig vor, dass eine nicht brütende, sehr dominante Henne den Nistkasten eines anderen Weibchens stürmt. Sie tötet die fremden Küken oder zerstört gezielt die Eier aus reinem Revierverhalten.

Handlungsempfehlung: Vermeide Koloniebrut als Anfänger. Trenne Zuchtpaare immer räumlich in separaten Zuchtboxen. Nutze bei benachbarten Käfigen blickdichte Trennwände, um visuellen Stress zu minimieren.

2. Die gelegten Eier sind unbefruchtet

Du wartest 21 Tage, doch kein Küken schlüpft. Beim Durchleuchten mit der Schierlampe bleibt das Ei klar. Ursachen hierfür sind oft ein fehlerhafter Paarungsakt durch wackelige Sitzstangen, zu viel Gefieder um die Kloake (bei Schauwellensittichen) oder Unfruchtbarkeit durch Alter bzw. Nährstoffmangel.

Handlungsempfehlung: Befestige die Sitzstangen absolut fest. Achte auf eine lückenlose Versorgung mit Vitamin E. Nutze nur fitte, mindestens einjährige Vögel und lasse den Tierarzt auf versteckte Infektionen prüfen.

3. Die Henne leidet an Windeiern oder Legenot

Windeier sind weiche Eier, denen die harte Kalkschale fehlt. Sie weisen auf einen massiven, teils lebensbedrohlichen Kalziummangel hin. Veterinärmedizinische Fachberichte, unter anderem aus der Klinik für Vögel und Reptilien der Universität Leipzig, betonen immer wieder: Dieser Mangel führt bei Zuchthennen unbehandelt oft zur tödlichen Legenot, bei der das Ei im Legedarm stecken bleibt.

Handlungsempfehlung: Hänge immer eine frische Sepiaschale in den Käfig. Biete zusätzlich Kalzium-Präparate über das Trinkwasser an. Ganz wichtig: Eine spezielle UV-Lampe für Vögel ist nötig, damit das essenzielle Vitamin D3 gebildet und das Kalzium überhaupt in die Knochen und Schalen eingelagert werden kann.

4. Eier werden aus dem Nistkasten geworfen

Findest du Eier auf dem Volierenboden, hat die Henne sie meist gezielt aussortiert. Dies passiert oft bei extremer Störung von außen, einem stark verschmutzten Nistkasten oder wenn die Nistmulde zu flach ist und die Eier wegrollen.

Handlungsempfehlung: Nutze ausschließlich hochwertige Nistkästen mit tief gefräster, ergonomischer Mulde. Reduziere die Nistkastenkontrollen auf das absolute Minimum und sorge für totale Ruhe im Raum.

5. Beschädigte oder gerissene Eierschalen

Embryonen reagieren extrem empfindlich auf kleinste Risse in der Schale, da Bakterien eindringen können oder das Ei schlichtweg austrocknet. Oft sind zu lange, scharfe Krallen der unruhigen Henne der Auslöser beim Wenden der Eier.

Handlungsempfehlung: Biete außerhalb der Brutzeit dicke Naturäste in verschiedenen Durchmessern an, damit sich die Krallen natürlich abnutzen. Sind die Krallen vor der Zucht zu lang, lass sie fachgerecht vom Tierarzt stutzen.

6. Küken werden verstoßen, nicht gefüttert oder verletzt

Einer der schlimmsten Alpträume in der Zucht: Die Eltern rupfen den Jungtieren blutig die Federn aus (oft, weil sie direkt wieder brüten wollen) oder verweigern plötzlich die Fütterung. Die Küken haben einen leeren Kropf, kühlen aus und schreien kläglich.

Handlungsempfehlung: Hier entscheidet Minuten über Leben und Tod! Beginne sofort mit der Handaufzucht in einem warmen Inkubator. Nutze spezielles Futter wie NutriBird Handmix*. Lade dir als Notfall-Guide das Merkblatt der TVT oder den umfassenden Zooroyal-Ratgeber zur Handaufzucht herunter.

7. Tote Küken liegen im Nistkasten

Sterben Jungtiere unerwartet, liegt meist ein genetischer Defekt, eine tödliche bakterielle Infektion im Nistkasten oder ein massiver Parasitenbefall der Altvögel vor. Tote Tiere sind zudem eine immense Gefahr für die noch lebenden Geschwister.

Handlungsempfehlung: Nimm tote Küken sofort aus dem Kasten. Wiederholt sich dieser tragische Vorfall, brich die Zucht sofort ab und lasse den Kot sowie einen Abstrich der Elterntiere labortechnisch untersuchen.

Weitere Hygiene- und Management-Hinweise

  • Nach jeder erfolgreich abgeschlossenen Brut muss der Nistkasten mit kochendem Wasser gereinigt und am besten mit vogelverträglichen Mitteln (Bactazol) desinfiziert werden.
  • Erlaube der Henne maximal zwei bis drei Bruten pro Jahr. Alles darüber hinaus ist gefährlicher Raubbau am Körper des Tieres.
  • Führe dein detailliertes Zuchtbuch gewissenhaft, um Verwandtschaften auszuschließen und Stammbäume nachzuvollziehen.
  • Bleibe nicht isoliert: Der ständige Austausch mit erfahrenen Mentoren im AZ Vogelzuchtverein ist Gold wert.

Produkttipp für die Notfall-Apotheke:

NutriBird Handmix* – Dieses hochwertige Handaufzuchtfutter lässt sich klumpenfrei anrühren und rettet im Notfall verwaisten oder stark geschwächten Küken zuverlässig das Leben.

Häufige Fragen zur Wellensittichzucht (FAQ)


Ab wann darf ich Wellensittiche züchten?

Die Zucht sollte ausschließlich mit körperlich voll ausgereiften, gesunden Tieren erfolgen, die mindestens ein ganzes Jahr alt sind. Zwar sind Wellensittiche theoretisch schon ab etwa sechs Monaten geschlechtsreif, doch eine solch frühe Zucht (vor dem 12. Monat) überfordert den Organismus der Henne extrem und steigert das Risiko für Legenot drastisch. Weitere Details findest du oben im Abschnitt Zuchtvoraussetzungen.

Was brauche ich alles zwingend, um mit der Zucht zu beginnen?

Du benötigst ein absolut harmonisches Zuchtpaar, einen geräumigen Zuchtkäfig, einen artgerechten Nistkasten (vorzugsweise im Querformat mit Mulde), eine ruhige, klimatisierte Umgebung und vor allem: eine fertig gepackte Notfall-Apotheke (inklusive Handaufzuchtfutter, Spritzen und Infrarotlampe). Siehe dazu unsere Checkliste zur Vorbereitung.

Woran erkenne ich sicher, dass die Henne bereit zur Brut ist?

Die biologischen Anzeichen sind eindeutig: Die Wachshaut (Nase) der Henne färbt sich dunkelbraun und wird stark krustig. Sie wird sehr unruhig, nagt intensiv am Nistkasten-Eingang, wirft oft die Einstreu hinaus und das Paar füttert sowie krault sich fast pausenlos. Letztlich signalisiert sie durch eine geduckte Haltung die Bereitschaft zum Paarungsakt.

Wie lange dauert die Brutzeit bei Wellensittichen exakt?

Die reine Inkubationsdauer (Brutdauer) beträgt ca. 18 bis 21 Tage pro Ei. Da die Henne in der Regel alle 2 Tage ein Ei legt, schlüpfen auch die Küken zeitlich versetzt im Abstand von etwa 48 Stunden. Bis das letzte Küken geschlüpft ist, können also ein bis zwei Wochen vergehen. Siehe dazu den Brutverlauf.

Was muss ich sofort tun, wenn die Küken verletzt oder verstoßen werden?

In solchen kritischen Momenten ist schnelles, routiniertes Handeln gefragt. Setze das Küken sofort warm (Wärmelampe/Inkubator). Beginne unverzüglich mit der manuellen Handaufzucht per Spritze (das Futter muss bereits im Haus sein!) und ziehe bei der kleinsten Unsicherheit sofort einen vogelkundigen Fachtierarzt hinzu.

Wie oft im Jahr darf ein Wellensittichweibchen brüten?

Erfahrene Züchter empfehlen absolut maximal 2 bis 3 Bruten pro Jahr. Besser sind nur ein bis zwei Bruten. Jede Eiproduktion und Aufzucht entzieht der Henne extrem viel Kalzium und Energie. Zwischen den Bruten muss zwingend eine monatelange, erholungsreiche Ruhephase ohne Nistkasten eingeplant werden.

Brauche ich als Hobbyhalter wirklich keine Genehmigung, um Wellensittiche zu züchten?

Für die reine, private Zucht von Wellensittichen zu Hobbyzwecken ist in Deutschland keine behördliche Zuchtgenehmigung nach §11 Tierschutzgesetz (und keine amtliche Beringungspflicht durch das Psittakosegesetz) mehr erforderlich. Allerdings musst du dich weiterhin streng an alle grundlegenden tierschutzrechtlichen Vorgaben bezüglich artgerechter Haltung halten.

Fazit & Deine nächsten Schritte

Wellensittiche züchten ist ein Abenteuer, das dich jeden Tag aufs Neue faszinieren wird. Wenn das erste, nackte Küken aus dem Ei schlüpft und wenige Wochen später als bunter, flugfähiger Vogel den Käfig erkundet, ist das ein unbeschreiblich stolzer Moment.

Doch dieser Erfolg kommt nicht von allein. Mit den detaillierten Tipps und Empfehlungen aus diesem Leitfaden bist du nun bestens vorbereitet, um die typischen Anfängerfehler in der Wellensittichzucht konsequent zu vermeiden. Du weißt nun, wie wichtig die perfekten Zuchtvoraussetzungen sind, wie du das Paar mit Keim- und Eifutter optimal vorbereitest und was bei der Brut & Aufzucht im Nistkasten passiert.

Dein nächster Schritt: Lade dir jetzt unser kostenloses Zuchtbuch herunter, überprüfe deine Notfall-Apotheke und beobachte deinen Schwarm genau. Wenn du das Wohl der Tiere immer an die erste Stelle setzt, steht einer gesunden und verantwortungsvollen Nachzucht nichts mehr im Wege!

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Sittichhalter
Sittichhalter

Vögel sind meine Leidenschaft: Schon seit Kindheitstagen ist mein Leben eng mit Wellensittichen verbunden. Mittlerweile bereichern auch andere australische Sittiche meinen Alltag.

Als aktives Mitglied der AZ e. V. teile ich hier fundiertes Praxiswissen für eine Haltung, bei der das Tierwohl an erster Stelle steht. Dieses Projekt betreibe ich mit viel Herzblut – unabhängig, ehrlich und zur Kostendeckung finanziert durch *Affiliate-Links und Werbung.

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34 Kommentare

  1. Hallo!
    Ich habe zwei Welli-Paare, wovon eines derzeit brütet. Das Weibchen ist ca. 2,5 Jahre alt, das Männchen ca. 7 Jahre.

    Bei der ersten Eiablage kurz nach Weihnachten waren alle 6 Eier nicht befruchtet – nach 1 Monat Brüten habe ich den Nistkasten entfernt und ihn erst wieder nach 6 Wochen aufgehängt.

    Dann haben die beiden wieder miteinander gepuschelt, woraufhin sie wieder 6 Eier gelegt hat. Das andere Paar brütet nicht, zeigt allerdings eine gewisse Eifersucht. Er sitzt dauernd vor dem Nistkastenloch, stört den anderen Hahn beim Füttern, klappert am Deckel des Nistkastens,… Sie schreit oft ganz laut und sitzt auf dem Nistkasten, wo sie kratzt und knabbert… Alles vielleicht nicht sooo ideal?

    Jedenfalls, trotz alledem, was soll ich sagen: die ersten 4 Eier sind zumindest schon einmal befruchtet, die Küken sind geschlüpft. Allerdings hat die Henne sie nicht gefüttert und sie sind leider gestorben.

    Woran kann es liegen, dass meine Henne die Küken nicht füttert?

    Kann es z.B. sein, dass die Henne durch das zweite Paar zu sehr gestört wird und deshalb gestresst ist?
    Kann es sein, dass sie nicht weiß, was sie tun muss, weil es ihre erste (eigentlich) erfolgreiche Brut ist?
    Kann es sein, dass mit den Jungtieren etwas nicht stimmt, sie das spürt und sie deshalb nicht überleben lässt?

    Das sind Fragen, die ich mir stelle. Könnt Ihr mir weiter helfen oder noch andere Ursachen nennen, bitte? Ich möchte doch, dass die Brut endlich erfolgreich verläuft, wenn ich dazu beitragen kann!

    Über Antwort freue ich mich sehr!
    Beste Grüße,
    Sil

    • Hallo, das ist natürlich sehr schade, dass es mit der Brut noch nicht geklappt hat. Es ist toll, dass Sie sich so engagiert um Ihre Wellensittiche kümmern und nach den Ursachen suchen wollen. Lassen Sie uns gemeinsam ein paar Möglichkeiten durchgehen:

      Mögliche Ursachen, warum die Henne die Küken nicht füttert:

      • Stress durch das zweite Paar: Ihre Beobachtungen deuten stark darauf hin, dass das zweite Wellensittichpaar eine erhebliche Störung für die brütenden Vögel darstellt. Der Hahn, der ständig vor dem Nistkasten sitzt und den anderen beim Füttern behindert, und die Henne, die am Nistkasten kratzt und knabbert, verursachen definitiv Stress. Dieser Stress kann die brütende Henne so sehr belasten, dass sie ihre mütterlichen Pflichten vernachlässigt.
      • Unerfahrenheit der Henne: Auch wenn es sich um die zweite Eiablage handelt, war die erste Eiablage nicht erfolgreich. Es kann durchaus sein, dass die Henne mit der Situation, tatsächlich Küken zu haben, überfordert ist und instinktiv noch nicht richtig weiß, was zu tun ist. Gerade bei der ersten erfolgreichen Brut kann es manchmal zu Schwierigkeiten kommen.
      • Instinktive Reaktion auf schwache Küken: Es ist ein natürliches Verhalten in der Tierwelt, dass Elterntiere manchmal schwache oder kranke Küken nicht versorgen, um Ressourcen für gesündere Nachkommen zu sparen. Auch wenn es für uns schwer zu sehen ist, kann es sein, dass die Henne instinktiv gespürt hat, dass mit den Küken etwas nicht stimmt. Das muss nicht bedeuten, dass die Küken offensichtlich krank waren, manchmal sind es nur subtile Anzeichen.

      • Mangelnde Brutvorbereitung/Zustand der Henne: Obwohl Sie die Nisthöhle nach einer Pause wieder angeboten haben, kann es sein, dass die Henne noch nicht in einem optimalen Brutzustand war. Eine ausgewogene Ernährung vor und während der Brut ist wichtig.
      • Störungen durch den Halter: Auch wenn Sie es gut meinen, könnten unregelmäßige Kontrollen des Nistkastens oder andere Störungen durch Sie die Henne beunruhigen.
      • Umgebungsbedingungen: Manchmal spielen auch Faktoren wie die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit im Raum eine Rolle, obwohl das bei Wellensittichen in der Regel weniger kritisch ist als bei anderen Vogelarten.

      Was Sie tun können, um die Situation zu verbessern

      • Räumliche Trennung: Die wichtigste Maßnahme wäre, das brütende und das nicht brütende Paar räumlich zu trennen, idealerweise in zwei verschiedenen Käfigen in unterschiedlichen Räumen. Dies würde den Stress für die brütende Henne erheblich reduzieren und ihr ermöglichen, sich ungestört um ihre Jungen zu kümmern.
      • Ungestörte Umgebung: Stellen Sie sicher, dass der Käfig des brütenden Paares an einem ruhigen Ort steht, wo es nicht zu viel Lärm oder plötzliche Bewegungen gibt.
      • Optimale Ernährung: Bieten Sie der brütenden Henne und dem brütenden Hahn ein besonders reichhaltiges und ausgewogenes Futter an. Dazu gehören hochwertiges Wellensittichfutter, Keimfutter, Eifutter (besonders während der Kükenaufzucht), frisches Grünfutter und Obst. Auch Sepiaschalen und Grit sollten nicht fehlen.
      • Beobachtung aus der Ferne: Beobachten Sie das brütende Paar so wenig wie möglich direkt am Nistkasten. Wenn doch, dann nur kurz und vorsichtig, um die Henne nicht zu beunruhigen.
  2. Hallo :) danke für den Artikel. Ich versuche heraus zu bekommen wie ich meine Henne davon abhalten kann, Eier zu legen. Habe sie ohne viel Ahnung gekauft nachdem uns ein Hahn zugeflogen war. Sie hatte keine Flugfedern, Vk TA vermutet Gefiedervirus. In der Jugendmauser ist aber alles komplett nachgewachsen, dh sie fliegt und ist gesund und munter. Nachwuchs soll sie wg des vermuteten Virus aber keinen haben. Die beiden haben keinen Nistkasten zur Verfügung, sind aber verpartnert und nun legt die Henne Eier, im August insg 3 Stück innerhalb 10 Tagen. Daraufhin hatte ich die Tagesdauer/Tageslicht (per Vorhang) auf 8 Std verkürzt. Nun ist sie wieder sehr brutig (schreddert viel und plustert sich auf), es wird geflirtet und gepaart und sie hat gestern wieder ein Ei gelegt. Sie legt die Eier auf den Käfigboden und bebrütet sie nicht. Für Tipps wie man das Eierlegen verhindern kann – bzw ob es vielleicht gar nicht bedenklich ist, wenn sie es tut, solange sie nicht brütet – bin ich dankbar.

  3. Eine Frage. Meine wellis brüten und seit zwei Tagen geht das Männchen längere Zeit mit in den Brutkasten. Ist das normal, bevor die Küken geschlüpft sind. Die beiden sind echt sehr aufeinander gepolt

  4. Hallo, wir hatten auch zwei mal schon Eier im Brutkasten. Das erste Mal hatten wir drei Eier aber kein Junges. Die Eier wurden zerstört und wir fanden sie dann auf dem Käfigboden. Beim zweiten Versuch, auch wieder drei Eier, aber dieses Mal schlüpfte ein Junges. Nun ist der junge Vogel nach fast drei Wochen gestorben und wir sind etwas überrascht und natürlich auch sehr traurig. Wir verstehen nicht, was passiert ist ? Hat da jemand auch schon Erfahrung gemacht ? Jetzt haben wir den Brutkasten entfernt und warten ein paar Monate bis wir es wieder versuchen. Aber vielleicht hat jemand einen guten Rat um zu vermeiden, dass uns wieder ein Jungvogel stirbt. Vielen Dank.

  5. Meine haben 3 Stück groß bekommen. War schwer, die Jungen zu vermitteln. Eigentlich wollen wir eine weitere Zucht vermeiden. Henne und Hahn sind jetzt räumlich getrennt, doch die Henne hört nicht auf mit dem Eierlegen. Sie legt ein Gelege, brütet etwa 18 Tage und verliert dann die Lust. Kurz darauf geht das dann von vorne los. Wie kann ich das verhindern? Sie wird zunehmend schwächer, kann z. B. kaum noch fliegen. Wer hat eine Idee?

    • Ich habe momentan das selbe Problem mit einer Henne. Sie legt die Eier (bereits zum 3. Mal), brütet diese doch sie sind nicht befruchtet. Das Problem ist zum einen das Wetter, viel zu warm und die Haltung der Wellensittiche. In den meisten Fällen ist das Nahrungsangebot für die Hennen zu hoch. Ich habe meine Henne jetzt separiert und „kühl“ gestellt. Die biologische Uhr der Henne muss merken:

      • schlechtere Versorgung
      • Temperaturen sinken

      also ist jetzt keine Zeit zum Eier legen.

      Sie muss mindestens eine Woche alleine sein. Das ist keine Quälerei, sondern dient dem Schutz des Tieres. Wie du schon geschrieben hast, sie wird merklich schwächer. Das kommt vom ständigen Eier legen. Bitte wirklich nur das Notwendigste an Futter anbieten. Kein Obst/Gemüse, Hirse, Keimfutter ect.

  6. Huhu zusammen. Dieser Artikell hat uns sehr geholfen. Mein Sohn (12 Jahre) hat sich zwei neue Wellis angeschafft. Wir hatten uns im Internet vorher schlau gemacht und wollten den Wellis alles anbieten, was sie brauchen. Also auch einen Brutkasten! Nach nur 1 Woche legten die zwei auch schon los. Die Henne hat insgesammt 7 Eier gelegt, von denen 5 Küken geschlüpft sind. Leider haben es nur bisher nur zwei Küken geschafft zu überleben. Das eine ist jetzt 2 Wochen alt, das andere gestern geschlüpft. Hoffe die Henne füttert beide weiter. Werden uns ab heute mit dem älteren von den beiden, beschäftigen wie hier im Beitrag beschrieben. Wir wollten VIELEN DANK sagen. Alles super beschrieben. Sonst hätten wir nicht gewusst was wir alles beachten müssen.
    LG Forellenfan

    • Leider ein Tipfehler drin. Das erste Küken ist jetzt 1 Woche alt,also 7 Tage :-)

  7. Hallo
    ich habe ein Wellensittichpärchen das beim 1. Mal nur 6 leere Eier hatte. Sie haben noch mal nach einer gewissen Zeit 7 Eier gelegt und ich bin total stolz,das gestern am 10.02.18 das erste Küken das “ Licht “ der Welt erblickte. Ich war so gerührt das mir die Tränen kamen. Ich habe meine zwei in unserem Wohnzimmer 54m2 immer offen. Es ist eine freie Haltung ohne Käfig. Ich hoffe, daß die anderen auch gesund und so munter wie das erste schlüpfen.

  8. Hallo…
    Ich züchte bereits seit einigen Jahren Wellensittiche, bislang auch immer mit gutem Erfolge und schönen und gesunden Jungvögeln.
    Im Moment habe ich 4 von 6 Zuchtboxen (100x50x50) besetzt, allerdings hat erst ein Paar auch tatsächlich Junge groß bekommen, die anderen drei Hennen suchen den Nistkasten zwar bereits seit 2-3 Wochen auf, legen aber trotz offensichtlich gelungenen Tretakten keine Eier. Habe keine Idee, warum die Vögel sich dieses Jahr so schwer tun. Habe nicht verändert zu den Jahren vorher. Ist das bei Ihnen auch schon aufgetreten, dass es einfach nicht klappt?
    Mit freundlichen Grüßen, Peter

    • Hallo Peter,

      bei uns im Vogelverein haben so einige Probleme mit der Zucht von Wellensittichen gehabt. Letztes Jahr waren es die Agaporniden die keinen Zuchterfolg vor weisen konnten. Ich selber habe noch keinen Kasten in meiner Anlage, ich fange dieses Jahr etwas später an.

  9. Hallo ich habe 4 Wellensittische, beides sind Pärchen, die auch zur Zeit getrennt gehalten werden. Da das eines der Pärchen 7 Eier haben, am 30.1 solls mit Schlüpfen beginnen, also abwarten, da es nicht geplant und ich die 4 erst kürzlich gekauft habe. Somit habe ich auch keine Erfahrung mit Jungvögel. Ein schönes Ereignis war heute wie ich die Eier nochmal durchleuchtet habe, mit einer Taschenlampe und gesehen habe wie darin ein kleines Herzchen pochte.

    Ich mal gespannt wie es weiter läuft.

  10. Hallo zusammen,
    meine Susi hat sechs Eier gelegt und wie es scheint ist eins schon geschlüpft. Ich befürchte jetzt nur, das der Platz zu klein sein wird, denn sie hat sich in einem kleinen Vogelbad eingerichtet….
    Weiß jemand ob man die kleinen jetzt noch umsiedeln darf? Möchte nicht das Susi vielleicht ihre Babys/ Eier aufgibt!!!
    Hoffe bald etwas von euch zu hören!
    Liebe Grüße
    Tanja

    • Umsiedeln ist meistens nicht vom Erfolg gekrönt. Der Platz im Badehäuschen sollte ausreichen, da eventuell nicht alle Eier befruchtet sind.

  11. Mein Wellensittisch Weibchen hatt 3 Eier aus gebrütet, davon hatt eins überlebt. Es ist jetzt 4 Wochen alt und steht nicht auf seinen Füssen. Das Küken liegt immer auf dem Bauch mit Kopf hoch, aber die Beinchen sind gespreizt. Was kann ich machen?

    • Bei Spreizbeine (seitlich abstehende Beine beim Küken) kannst du wenig machen. Wenn es noch nicht zu spät ist, kannst du die Spreizbeine binden lassen. Dazu kannst du einen Tierarzt oder einen Züchter kontaktieren. Doch häufig ist das ohne Erfolg. Ursachen für Hüftluxationen (Spreizbeine) können Missgeschicke im Nistkasten sein. So kann es vorkommen, dass die Elterntiere während der Fütterung auf dem Küken standen. Häufig ist der Nistkasten selber die Ursache für die Fehlstellung der Beine bzw. Hüfte. Die Nistmulde ist bei vielen Kästen einfach zu flach. Ich empfehle daher das die Eiermulde einen Durchmesser von 6 cm und die Tiefe 1 cm nicht unterschreiten sollte.

  12. Hallo,
    1 meiner Brautpaare hatte 5 Eier. 2 waren unbefruchtet. 1 stand nun kurz vor dem Schlupf (Donnerstag) und lag heute Morgen kaputt im Kasten.
    Ich habe das Gefühl der Hahn tut nicht gut.
    Er versorgte sie bis gestern null am/im Kasten, sie musste ständig zu ihm raus bzw. fraß gleich selber. Sie bekam dann Hirse mit in den Kasten und brütet damit nun viel ruhiger.
    Seit gestern aber poltert er ständig im Kasten mit rum. Sie scheucht ihn wieder raus, hält aber nicht lange an. Vermute dabei ging auch das Ei zu Bruch.
    Kann ich die anderen 2 Eier irgendwie schützen, ohne sie anderem Paar zu geben? Sie ist eigentlich eine sehr gute Mutter. Es war auch eigentlich anderer Hahn für sie vorgesehen aber sie begann schon in Voliere zu legen mit ihm halt. Er hat bisher keinerlei Erfahrung.
    LG

  13. Mein Welli Mädel hat ein Ei gelegt. Es ist das erste mal. Trotzdem besteigt er sie immer nocht. Ist das normal? Ich hatte noch nie eine Brut. Es sind mein erstes Pärchen. Kann mir jemand helfen. Futter ist schon umgestellt als ich sah, dass sie im Nest bleibt.

  14. Auch bei mir hat sich jetzt Nachwuchs eingestellt. Am 25.12 hat das erste Küken das Licht der Welt erblickt. In einer Außenvoiliere, die im Winter Dicht und durch einen Frostwächter erwärmt wird.

    Neben zwei Wellensittichpärchen habe ich noch Zebrafinken in der Voiliere und die Tiere vertragen sich nach wie vor. Blue Ocean hat sechs Eier gelegt, von denen, wie erwähnt bereits eines geschlüpft ist.

    Beim zugeben des Aufzuchtfutters und hab ich leider nicht daran gedacht, das die Zebrafinken da schon rangehen, während das Futter noch aufquillt. Leider ist daran ein Zebrafinken gestorben ?

    Achtet bitte daher darauf, das Aufzuchtfutter erst in die Voiliere zu stellen, wenn das Futter bereits einige Minuten gequillt hat.

  15. Ein guter Freund von mir züchtet ebenfalls Wellensittiche und die sind ja mal so was von goldig. :)
    Von ihm habe ich auch meine 2 Prachtstücke bekommen und ich wüsste nicht mehr, was ich ohne diese kleinen Sonnenscheine machen sollte. Wellensittiche sind für mich wohl die schönsten Haustiere.

    Danke für den tollen Artikel, ich lass liebe Grüße da :)

  16. Hallo Maik,
    ich habe ein Paar, das jetzt ein Küken hat. Es ist schon aus dem Kasten raus. Leider hat die Dame aber weitere Eier gelegt während das Küken noch drin saß. Mittlerweile habe ich die Eier gegen Kunststoffeier ausgetauscht. Kann ich das Nest einfach entfernen ?
    Herzliche Grüße

  17. Ich hab ein Wellensittich Pärchen und das Weibchen brütet jetzt auch schon. Aber wenn sie den Nistkasten verlässt will sich das Männchen wieder paaren, das Weibchen wird schon schwach deswegen. Was soll ich am besten tun?

  18. Hi ich hab ein Pärchen Wellensittiche, das Weibchen hat ihre Eier von ganz oben nach unten fallen lassen. der Nistkasten steht direkt vorne, was soll ich machen ?
    Sie hat jetzt noch eins gelegt, aber es ist ein bisschen gerissen.

    • Hallo Nana, hin und wieder kommt es vor das Wellensittiche ihre Eier nicht im Kasten legen. Eier die von der Stange gelegt werden und auf den Boden fallen, sind häufig gerissen. Zudem werden diese sehr selten bebrütet. Erfahrene Vogelzüchter kleben die Eier mit Sekundenkleber, davon rate ich dir aber ab! Nehme den Nistkasten für 14 Tage aus der Reichweite der Wellensittiche und biete ihn danach wieder an. Legt die Henne ihre Eier nicht in den Kasten, solltest du einen anderen Nistkasten kaufen. Es kann sein, dass die Henne mit dem jetzigen Kasten nicht zufrieden ist.

  19. Hallo, ich habe meinen Nistkasten außerhalb des Käfigs befestigt und der Eingang liegt auch außen. Der Kasten hängt erst seit 3 tagen hat also noch nichts gelegt sie macht es sich auch schon sehr gemütlich darin. Meine frage daher ist wie das dann mit der Nachtruhe aussieht? Übernachtet Sie dann in dem Nistkasten? Abends kommen die Vögel in den Käfig und der wird dann auch verschlossen so das von da dann auch kein Zugang zum Nistkasten wäre.
    Danke schon mal im voraus!

    • Hallo Philipp, der Eingang des Nistkastens sollte nicht nach außen, sondern nach innen gerichtet sein. Die Wellensittiche müssen ständig Zugang vom Käfig zum Nistkasten haben. Ich weiß nicht welchen Wellensittichkäfig du benutzt. Einige haben eine zusätzliche Öffnung für Badehäuser, dort kannst du den Nistkasten anbringen.

      Gutes Beispiel:

      Akzeptiert die Henne den Kasten und legt ihre Eier hinein, wird sie ab den 3. Tag der Brut den Kasten nur noch selten verlassen. Der Wellensittich-Hahn füttert sie dann in der Zeit der Brut. Er muss also immer vom Futternapf zum Nistkasten kommen und das mindestens 24 Stunden am Tag.

  20. Hey ich hätte eine Frage und zwar hab ich 2 Küken die jetzt 23 und 21 Tage alt sind. Sie sind gesund und werden gut gefüttert, allerdings liegen sie nur und richten sich nicht auf, am Nistkasten hängen sie auch nur an der Wand..
    Eigentlich sollten sie ja schon aufrecht stehen können, kann ich irgendwas tun oder muss ich abwarten bis sie sich aufrichten?

    • Hallo Küki,
      wenn du deine Küken schon mal aus dem Kasten genommen hast, hast du sicher festgestellt ob die Beine in der richtigen Position sind. Es kann vorkommen, dass Wellensittich-Küken eine Hüftluxation (Spreizbeine) bekommen. Da du aber geschrieben hast, sie sind gesund, denke ich bei deinen Wellensittichen ist alles in Ordnung.

      Nach 23 Tage stehen die Kleinen noch nicht zu 100 %. Der Nistkasten bietet ja Schutz und Fressen kommt zu ihnen, nimm das älteste Küken einfach mal aus dem Kasten. Setze es auf die Couch und warte bis es los tippelt.

      Deine Küken müsste eigentlich noch ziemlich auf ihren Füßchen liegen, da die Beine das Körpergewicht noch nicht tragen können.

  21. ich habe eine Frage und zwar ich habe zwei Wellis die mögen sich ganz gern und versuchen sehr oft miteinander zu paaren was jedoch nicht immer klappt. Der Nistkasten ist auch drin. Allerdings ist im Käfig noch ein Zwergpapagei drin. Sie verstehen sich eigentlich ganz gut aber er verscheucht sie ab und an. Kann es sein, dass er sie stört und ich den Papagei rausholen soll damit sie ihre Ruhe haben? Sie sitzt oft im Kasten und der tut sie auch füttern. Gestern habe ich den Papagei rausgebracht und bei denen hat es sofort geklappt sie sitzt die ganze Zeit im Kasten und wird gefüttert. Allerdings hat sie gestern normal auf der Schaukel geschlafen und hat größeren Kot. Schlafen die Weibchen während der Brut bzw. danach normal auf der Schaukel oder verbringen sie auch nachts im Kasten? Und soll man die Küken dann nach der Geburt zum Tierarzt bringen und wenn ja dann wann? Vielen Dank im Voraus.

    • Hallo Alexandra,
      Die Eiablage bei Wellensittichen erfolgt häufig 8 – 10 Tage nach anbringen des Kastens. War der Fortpflanzungsakt erfolgreich und die Eiproduktion wird angeregt begibt sie sich in den Nistkasten. Was nicht bedeutet, dass sie den gesamten Tag darin verbringt. Auch wenn sie die Eier bebrütet verlässt sie für einige Minuten das Gelege. Die Eier werden so belüftet und die Temperatur wird zugleich auch geregelt. Sollte deine Henne überhaupt nicht auf das Gelege gehen und brüten, solltest du den Nistkasten für eine Woche entfernen und einen neuen Versuch starten. Nun hast du aber einen Zwergpapagei, den solltest du während der Brutzeit komplett aus dem Käfig nehmen. Die Haltung von Zwergpapageien und Wellensittichen ist auch nicht zu empfehlen. Besonders in der Brutzeit sind Wellensittiche sehr aggressiv.

      Zum Tierarzt muss du mit den Küken nicht, solange es gesund ist. Es können immer Probleme beim Züchten auftreten, doch vieles regelt die Wellensittiche selber.
      Kleiner Tipp, ein Gelege besteht aus bis zu 6 Eier. Du solltest jeden Tag vorsichtig in den Nistkasten schauen, ob sich darin ein Ei befindet. Wenn sie Eins gelegt hat, solltest du es vorsichtig mit einen Permamentmarker beschriften (1, 2, 3), so weißt du wie die Reihenfolge der gelegten Eier ist und kannst das Schlupfdatum berechnen. Voraussetzung, die Eier sind befruchtet.

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